Die Bewegte Leinwand

Eine kurze Geschichte der Kunst von der Romantik bis zur zeitgenössischen Kunst in 16 Bildern pro Sekunde, erzählt an Hand von Biografien einiger der wichtigsten Künstler und vier experimentellen Annäherungen.

Diese Filmreihe wird gefördert vom Bezirkskulturfond Marzahn - Hellersdorf

Francisco de Goya  (Rokoko & Romantik / 1746 – 1828)
16.12. Goya oder der arge Weg der Erkenntnis (PowerPoint Einführung Jörg Bock)
Spielfilm, DDR, SU 1971, 134min
R: Konrad Wolf / DA: Donatas Banionis (Solaris), Rolf Hoppe (Mephisto, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel)

Ausgehend von der literarischen Vorlage, dem Roman von Lion Feuchtwanger, zeigt Regisseur Konrad Wolf den Künstler Goya als einen Mann des Widerspruchs, der zwischen Königstreue und Volksverbundenheit, zwischen ehelicher Treue und seiner Leidenschaft zu Herzogin Alba wankt. Die Schicksalsbegegnung mit der Sängerin Maria Rosario verändert sein Leben.
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Caspar David Friedrich (Romantik / 1774 – 1840)
06.12. Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit (PowerPoint Einfühg. Jörg Bock)
Drama/Dokumentarfilm, 1986 BRD/DDR/FR, 84min, FSK ab 6 J.
R: Peter Schamoni; D: Peter Schamoni, Otto Sanders

Ein vielfach preisgekröntes, authentisches Filmdokument über den bedeutendsten Maler der deutschen Romantik: Caspar David Friedrich (1774-1840). Intrigen und Arroganz seiner Zeitgenossen beeinflussten Friedrichs Leben auf tragische Weise. Weil er die Grenzen seiner Zeit überschreiten wollte, wurde er von seinen Zeitgenossen, denen seine Bilder zu revolutionär erschienen, verkannt oder für verrückt erklärt. Der Film zeigt die Erlebnisse und Landschaften, die den Maler inspirierten und schildert zugleich, welchen Intrigen Friedrich durch seine bornierte Umwelt ausgesetzt war.
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William Turner (Romantik / 1775 – 1851)
07.12. Mr. Turner- Meister des Lichts
Biografie/ Drama, UK 2014, 150 min, FSK 6
R: Mike Light
D: Timothy Spall, Paul Jesson, Dorothy Atkinson

1826: Der englische Maler William Turner ist ein ebenso renommiertes wie exzentrisches Mitglied der Royal Academy. Er ist ein wortkarger Egomane und zugleich ein Mann von enormer Sensibilität. Besonders in den Bann schlagen ihn die Spielarten des Lichts, weshalb es ihn immer wieder in die Küstenstadt Margate zieht. Doch kritische Stimmen verspotten seine immer abstrakter werdende Malerei als Kleckserei. Turner bleibt jedoch bis ins hohe Alter radikal- sowohl künstlerisch als auch privat.
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Paul Cézanne (Romantik- Impressionismus – Post Impressionismus / 1839 – 1906)
25.12. Meine Zeit mit Cézanne
Tragikomödie / Biografie / Historie, F 2016, 114 min, FSK 0
R: Danièle Thompson
D: Guillaume Canet, Guillaume Gallienne, Alice Pol

Mit ihren gigantischen Lebenswerken gehören der Schriftsteller Émile Zola und der Maler Paul Cézanne zu den wichtigsten Figuren der französischen Kulturgeschichte. Weniger bekannt ist die tiefe Freundschaft, die die beiden Künstler ein Leben lang verband. Es ist eine hochspannende Geschichte von Zuneigung und Eifersucht, von Mut und Verzweiflung sowie von unbändiger Schöpfungskraft. In ihren fantastischen Dialogduellen gelingt es den beiden Hauptdarstellern uns Zola und Cézanne so nahezubringen wie noch nie. Gedreht an Originalschauplätzen entfaltet der Film in wundervollen Bildern den visuellen Kosmos der Impressionisten und zeichnet neben der Filmbiographie zweier herausragender Künstler das Portrait einer ganzen Epoche.
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Pierre-Auguste Renoir (Impressionismus / 1841 – 1919)
09.12. RENOIR (PowerPoint Einführung: Rotraut Simons)
Drama, FR 2012, 111min
R: Gilles Bourdos

Zauberhaft melancholisch und mit großartigen Bildern – so präsentiert der Film Auguste Renoir und seine letzte Muse, die schließlich zu seinem Sohn Jean findet, der später als Filmregisseur weltberühmt werden wird. In der heiteren Landschaft der französischen Mittelmeerküste entwickelt sich die ruhig erzählte Geschichte zwischen dem alten Mann, seinem Sohn und der jungen Andrée, die als Renoirs Modell Eingang findet in die Welt des Künstlers, der wie ein absoluter Herrscher seinen Hofstaat aus Frauen regiert.
Ein Film zum Schwelgen – in den Farben des ewigen Frühlings und in der Schönheit der Jugend – verkörpert durch die elfenhaft zarte Andrée. Ein Film mehr als eine Biographie: eine Sinfonie betörender Bilder.
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Auguste Rodin (Moderne Plastik – Impressionismus / 1840 – 1917)
13.12. Auguste Rodin (Filmklub-Doppel + Camille Claudel)
Drama, FR 2017, 121min, FSK 6
R: Jaques Doillon (Ponette) / DA: Vincent Lindon, Izia Higelin, Séverine Caneele

Der erfolgreiche Bildhauer Auguste Rodin wähnt sich am Ziel seiner Träume. Mit 40 Jahren erhält er seinen ersten Staatsauftrag: „Das Höllentor“, ein gigantisches Hochrelief, welches sich aus später so berühmten Einzelskulpturen wie „Der Denker“ und „Der Kuss“ zusammensetzt. Eine alles verschlingende Arbeit, sein Lebenswerk. Durch die Begegnung mit der hochtalentierten, jüngeren Camille Claudel wird seine Phase manischen Schaffens noch intensiver. Eine Beziehung zwischen zwei Genies, die ebenso leidenschaftlich wie turbulent verläuft. Ein Film über das rastlose Schaffen des genialen Bildhauers sowie über sein von dramatischen Widersprüchen geprägtes Privatleben.
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Camille Claudel (Moderne Plastik /1864 – 1943)
13.12. Camille Claudel (Filmklub-Doppel + Auguste Rodin)
Biografie, Drama, FR 1988, FSK ab 12
R: D: Isabelle Adjani (Die Bartholomäusnacht), Gérard Depardieu (Cyrano von Bergerac)

Eine Biografie der Bildhauerin. Zunächst nur als Assistentin engagiert, wird Camille Claudel zur talentiertesten Schülerin des berühmten Bildhauers Rodin und verstrickt sich mit ihm in eine tragische Liebesaffäre. Doch nach einer Weile ist ihr das Leben im Schatten des großen Künstlers nicht mehr genug. Sie bricht mit Rodin und zieht sich in eine Kellerwohnung zurück, wo sie immer mehr dem Wahnsinn verfällt. Die zunehmende Isolation befördert eine psychische Entwicklung, bei der ihr Geist zwischen kreativem Schöpfungsdrang und blinder Zerstörungswut hin- und hergerissen ist. Claudels Aggressionen machen auch vor ihren eigenen Skulpturen nicht Halt.
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Paul Gauguin (Impressionismus – Symbolismus /.1848 – 1903)
22.12. Gauguin
Biografie, FR 2017, 104 min
R: Edouard Deluc / D: Vincent Cassel (Elizabeth)

Paul Gauguin, als obsessiver Künstler von der französischen Gesellschaft verstoßen, hat sich in sein selbst erwähltes Exil zurückgezogen um dort nach seinem Wunsch ohne gesellschaftliche Konventionen zu leben. Auf Tahiti lebt er in finanzieller Not, aber als freier Mann. Während seiner Erkundungstouren über die Insel trifft er auf die junge Eingeborene Tehura, die seine Muse und auch Modell seiner bekanntesten Gemälde werden wird. In der Wildnis – fernab der Politik und Regeln eines zivilisierten Europas, entwickelt er einen neuen Stil des Malens.
Mit viel Ausdruckskraft und Sensibilität bringt Vincent Cassel diese innere Gebrochenheit und den ambivalenten Charakter Gauguins auf die Leinwand.
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Vincent van Gogh (Impressionismus - Post-Impressionismus / 1853 – 1890)
15.12. Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit (Filmklub-Doppel + Loving Vincent)
Biografie, FR 2019, 111 min., FSK ab 6.J.
R: Julian Schnabel (Schmetterling und Taucherglocke) 
D: Willem Dafoe (Grand Budapest Hotel), Mads Mikkelsen (Adams Äpfel)

In der Gegend von Arles und Auvers-sur-Oise, wohin sich Vincent zurückgezogen hat, um dem Druck des Lebens in Paris zu entkommen, wird er von den einen freundlich und von den anderen brutal behandelt. Auch sein enger Freund und Künstler Paul Gauguin findet ihn zu erdrückend und verlässt ihn. Allein sein Bruder und Kunsthändler Theo unterstützt ihn unerschütterlich.
Der Film ist eine faszinierende Reise in den Körper und Geist von Vincent van Gogh, der trotz Skepsis, Wahnsinn und Krankheit einige der beeindruckensten Kunstwerke der Welt erschuf.
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14./15.12. Loving Vincent (Filmklub-Doppel + Van Gogh – An der Schwelle ...)
Animierte Biografie, UK, PO 2017, 95 min, FSK ab 6 J.
RE/DB: Dorota Kobiela, Hugh Welchman

Der erste Film, der vollständig aus Ölgemälden (65.000 Einzelbilder!) erschaffen wurde und van Goghs berühmte Bilderwelten auf der Kinoleinwand lebendig werden lässt. Ein nie dagewesenes Gesamtkunstwerk, das den Zuschauer visuell und inhaltlich tief in die Welt des Vincent van Gogh eintauchen lässt.
Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand soll den Brief aushändigen, er reist in den verschlafenen Ort Auvers-sur-Oise, stößt dort aber auf ein Netz aus Ungereimtheiten und Lügen. Fest entschlossen will er die Wahrheit über den Tod des Malers herausfinden.
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Otto Modersohn (Expressionismus / 1865 – 1943)
20.12. So weit und groß - Die Natur des Otto Modersohn (Filmklub-D. + Paula)
Dokumentarfilm, D 2011, 81 min, FSK 0 - R: Carlo Modersohn

Den Höhepunkt des Dokumentarfilms über den berühmten Landschaftsmaler bilden die gemeinsamen, künstlerisch hoch anregenden, aber auch konfliktreichen Jahre mit Paula. Nach ihrem Tod verließ Otto Modersohn die Künstlerkolonie Worpswede, die er mitbegründet hatte. Die folgenden Jahre brachten viele Studienreisen. Für Modersohn war Malen ein Lebensvorgang, so wichtig wie das Atmen. Der Film verbindet Fakten, Briefe, Tagebuchnotizen und Aufzeichnungen von Rainer Maria Rilke zu einem vielschichtigen Bild des Menschen und Künstlers Modersohn.
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Paula Modersohn-Becker ((Expressionismus / 1876 – 1907)
19./20.12. Paula (Filmklub-Doppel + So weit und groß - … Otto Modersohn)

Biografie, Drama, D, FR 2016, 123 min, FSK 12
R: Christian Schwochow (Deutschstunde) / D: Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch

Worpswede 1900. Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren Paula Becker und Otto Modersohn eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Als sie heiraten, führen sie eine Ehe fernab von gängigen Mustern ihrer Zeit. Eine Beziehung in satten Farben, reich an Konturen und mit Spuren von Kämpfen. Gegen alle Widerstände lebt sie ihre Vision von künstlerischer Selbstverwirklichung und ihre romantische Vorstellung von Ehe und Liebe. Voller Sinnlichkeit und mit zartem Humor wird das faszinierende Leben einer hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt.
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Egon Schiele           (Expressionismus, Moderne Kunst / 1890 – 1918)
21.12. Egon Schiele: Tod und Mädchen
Drama, Biografie; AUT, LUX 2016, 109 min, FSK 12
R: Dieter Berner / D: Noah Saavedra, Maresie Riegner

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der junge Egon Schiele ist mit seinen originellen, erotisch aufgeladenen Werken einer der meist diskutierten Künstler seiner Zeit. Leidenschaftlich lebt er für seine Kunst, die inspiriert wird von schönen Frauen. Als ihm von seinem Künstlerfreund Gustav Klimt die rothaarige Wally vorgestellt wird, verbindet die beiden bald mehr als die Liebe zur Kunst. Eine ebenso stürmische wie wahrhaftige Beziehung beginnt, die durch sein Gemälde „Tod und Mädchen“ unsterblich geworden ist.
Der Film lässt einen der prägendsten, von Leidenschaft getriebenen Künstler der Wiener Moderne aufleben und ist zugleich ein pulsierendes, episches Zeitbild.
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expressionistischer Film
10.12. Das Cabinet des Dr. Caligari (Vorführung incl. Der Andalusische Hund)
Drama, Krimi, D 1919, 55min, FSK ab 12
R: Robert Wiene / D: Conrad Veith (Casablanca), Lil Dagover (Geschichten aus dem Wiener Wald)

Dieser Film ist ein berühmter expressionistischer deutscher Stummfilm. Entstanden nach dem Ersten Weltkrieg, erzählt er von Mord und Wahnsinn. Beeindruckend ist seine außergewöhnliche Kulissengestaltung mit schrägen Wänden und expressionistischer Ausprägung. Damals und heute wirkt die Ausstattung des Films, wie ein Sog. Man wird in diesen Psycho-Krimi hineingezogen und verliert die Orientierung. Die von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung digital restaurierte Fassung dieses Films feiert während der 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin ihre Weltpremiere.
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Salvador Dalí (Surrealismus  1904 – 1989)
10.12. Der Andalusische Hund (Vorführung incl. Das Cabinet des Dr. Caligari)
Surrealistischen Film, FR 1929, 23 min – R: / DB: Salvador Dali, Luis Bunuel

Berühmt sind von Dali vor allem seine surrealistischen, nahezu fotorealistischen Werke, mit denen er Ende der 20er Jahre seinen endgültigen Stil findet. 1922 lernt er Luis Buñuel kennen. Beide sind fasziniert von Sigmund Freuds Schriften zur Psychoanalyse. Die Beschäftigung mit der Psychodynamik des Unbewussten sollte nicht nur Dalís Malerei Zeit seines Lebens begleiten, sondern auch die Grundlage für den Film Ein andalusischer Hund bilden.
Wir zeigen im Doppelpaket mit dem Film „Das Cabinet des Dr. Caligari seinen bekanntesten Kurzfilm. Der Film schockierte nicht nur zu seiner Zeit das Publikum, sondern wirkt auch heute noch als experimenteller Angriff auf Sehgewohnheiten und Tabubruch.
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Edward Hopper (Impressionismus - Amerikanischer Realismus /1882 – 1967)

18.12. Shirley – Visionen der Realität (PowerPoint Einführung: Rotraut Simons)
Kunstfilm, Drama, 2013 AUT, 93min, FSK 0
R: Gustav Deutsch / D: Stephanie Cumming, Christoph Bach (Carlos – Der Schakal)

Kaum zu kategorisieren ist „Shirley – Visionen der Realität“, in dem der Regisseur 13 Gemälde von Edward Hopper ganz erstaunlich echt zum Leben erweckt. Shirley ist eine junge Frau, die in den 30er-Jahren in den USA aufwächst und bis in die 1960er alle gesellschaftlichen Umbrüche miterlebt. Dabei sieht sie sich großen Veränderungen gegenübergestellt: Von der großen Depression, über den Weltkrieg bis hin zu der Bürgerrechtsbewegung. All das durchlebt und reflektiert sie in ihrer gesellschaftlichen Rolle als Frau. Ein bemerkenswerter Film.
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Paul Jackson Pollock (Abstrakter Expressionismus, Action Painting / 1912 – 1956)
05.12. Pollock (Einführung: Marc Pospiech)
Drama, Biografie, USA 2000, 123 min, FSK 12 - R:/D: Ed Harris

Porträt des amerikanischen Malers Jackson Pollock, der Anfang der 50er-Jahre zum Star avancierte und 1956 bei einem Autounfall ums Leben kam. Der Film zeigt ihn als eine zwiespältige Künstlerpersönlichkeit mit selbstzerstörerischen Tendenzen. Eine junge Frau vernachlässigt ihre Karriere um Pollock zu unterstützen. Die organisierte Ausstellung wird ein Erfolg und Pollock wird bereits als neuer wichtigster Künstler der Welt bezeichnet. Doch der Ruhm wirkt sich zerstörerisch aus. Ein ebenso interessanter wie unterhaltender Film, der nicht nur ein wichtiges Kapitel amerikanischer Kunstgeschichte vermittelt, sondern zugleich die Mechanismen der Kunstszene durchleuchtet.
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Gerhard Richter (Moderne Kunst / 1932)
11.12. Gerhard Richter Painting (Einführung: Elena Kaludova)
Dokumentarfilm, D 2011, 97min  - R: Corinna Belz

Lange Jahre lehnte Gerhard Richter, einer der berühmtesten Künstler der Gegenwart, die zahlreichen Anfragen für Filmprojekte ab. Der Dokumentarfilmerin gelang es, ihn vor die Kamera zu bekommen und Richter bei der Arbeit zu beobachten.
Wenn ein Mann, der als der wichtigste Künstler der Gegenwart gilt, in sein Atelier einlädt, dann ist das eine Sensation... Nun hat der Maler der Filmemacherin Corinna Belz erlaubt, ihm beim Arbeiten zuzusehen. Belz darf dokumentieren, mit welcher konzentrischen Kraft der scheue Richter Kunst schafft, wie ernsthaft er mit ihr hadert. (...) Es ist ein ruhiger, auch intensiver Film geworden, getragen von einer leisen Spannung, und er dauert einen ganzen, abstrakten Bilderzyklus lang. (Der Spiegel)
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Yayoi Kusama (Pop Art / 1929)
12.12. Kusama – Infinity
Dokumentarfilm, 2018 USA, 77min, FSK ab 6 J. - R: Heather Lenz;

Yayoi Kusama ist heute die erfolgreichste lebende Künstlerin der Welt. Doch bis ihre radikalen künstlerischen Visionen weltweite Aufmerksamkeit erlangten, musste sie unzählige Hürden überwinden. Das Trauma, während des Zweiten Weltkriegs in Japan aufzuwachsen, das Leben in einer dysfunktionalen Familie, Sexismus und Rassismus im Kunstbetrieb und nicht zuletzt eine psychische Erkrankung machten sie stets zur Außenseiterin. Alldem zum Trotz schuf Kusama ein enormes Vermächtnis, das von Gemälden, Skulpturen, Installationen bis hin zu Poesie und Romanen reicht. Ihre Ausstellungen mit den weltberühmten Infinity-Spiegelräumen und Polka Dots sorgen auf der ganzen Welt für Rekordbesucherzahlen, während sie selbst nicht müde wird, ihr wundersames Universum um neue Arbeiten zu erweitern.
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Maurits Cornelis Escher (Moderne Kunst / 1898 – 1972)
08.12. M.C. Escher Reise in die Unendlichkeit
Dokumentarfilm, 2018 NL, 80min, FSK 0 - R: Robin Lutz

Treppen, die gleichzeitig aufsteigen und hinabgehen, um sich in einem Kreis zu verbinden. Figuren, die sich in 2D-Schablonen verwandeln, um wieder plastisch zu werden. Paradoxe Landschaften und surreale Stadtszenen. Metamorphosen, in denen sich Vögel zu Fischen und wieder zu Vögeln transformieren – M. C. Eschers Werk fasziniert Millionen von Fans. Der niederländische Grafiker (1898-1972) inspiriert auch heute noch Filmemacher, Maler und Musiker gleichermaßen. Escher ist en vogue, eine Ikone der Kunstwelt.
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Antoine de Saint – Exupéry (Moderne Kunst – Illustrator / 1900 – 1944)
17.12. Der kleine Prinz (Einführung: Kathrin Schmidt)
TV Spielfilm, DDR 1966,1972
R: Konrad Wolf / D: Christel Bodenstein (Das singende klingende Bäumchen), Eberhard Esche (Spur der Steine)

Es handelte sich um die Adaption von Antoine de Saint-Exupérys modernem Märchen, welches 1965 erstmals in der DDR erschienen war. Die Kulissen und auch die Kostüme blieben dicht an den Illustrationen des Buches. Diese Zeichnungen stammen vom Autor selbst. Dies war einer der Gründe, neben der berührenden Geschichte über Liebe, Freundschaft und den Sinn des Lebens und dem Wunsch einer großartigen Frau diesen Film in unsere kleine Filmreihe aufzunehmen.
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Neo Rauch (Zeitgenössische Kunst / 1960)
23.12. Neo Rauch - Gefährten und Begleiter
Dokumentarfilm, D 2017, 101 min - R: Nicola Graef

Neo Rauch ist einer der weltweit erfolgreichsten deutschen Maler seiner Generation. Seine Bilder faszinieren durch ihren rätselhaften Realismus, die Figuren scheinen wie aus der Zeit gefallen. Schlafwandlerisch gehen sie ihren Tätigkeiten nach. Das, was der Maler auf der Leinwand zeigt, bewegt sich zwischen Traum, Phantasie und schwer greifbarer Wirklichkeit, zugänglich und eigenwillig zugleich. Nie ist das Bildgeschehen eindeutig oder konkret – und doch zieht es den Betrachter in seinen Bann.
Im Mittelpunkt des Films steht Neo Rauch selbst: Erstmals seit Jahren spricht er vor der Kamera über seinen Zugang zur Kunst, seine Bilderwelten und die vom frühen Verlust seiner Eltern geprägte Vergangenheit.

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